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Wissenswertes zu Hoyas

Hoyas - Rankelnder Blattschmuck und aufregend exotische Blüten

Hoyas - jeder Anfang beginnt wohl mit einer genügsamer Hoya carnosa. Sie ist mit ihren weißen Blütenbällen die in Europa bekannteste Art. Hoyas kann man obsessiv sammeln oder sich einfach an ihr als schöne Zimmerpflanze auf der "gemischten" Fensterbank erfreuen. Man kann die Haltung kompliziert machen oder auch einfach. Die meisten Hoyas, die wir aufziehen, sind für ganz normale Pflanzenliebhaber geeignet und so auch einfach in der Pflege. Einiges sollte man aber auch über diese Exoten wissen um ihre Ansprüchen zu erfüllen. Wie bei jeder Zimmerpflanze.


Hoyas gehören zur Familie der Seidenpflanzengewächse, wie auch die engverwandte Dischidia. Sie lassen sich ohne Blüte kaum von einer Hoya unterscheiden. Die Gemeinsamkeit aller Seidenpflanzengewächse sind ihre in Gelantine eingefassten Pollen, das Polinium.
Die Vegetationszonen dieser Pflanzen sind Indien, Nepal, Burma, China bis nach Japan. Polynesien bildet die Grenze im Osten, Nordaustralien bildet die südliche Grenze. Das Hauptverbreitungsgebiet ist aber wohl Malaysia, Borneo und die Philippinen. So gibt es Hoyas sowohl in feucht-tropischen Gebieten als auch Vorkommen in Gebieten, die nachts auf 10-12 Grad absinken.

 

Wuchs und Blätter

Die meisten Hoyasorten sind Rankpflanzen, perfekt für Hängeampel oder auch mit Rankhilfe im Topf zu halten. Es gibt aber auch Wuchsformen, die stabil im Topf stehen und keine Ranken bilden. Die große Vielfalt der Hoyas liegt in den Blättern: Groß und hart, sukkulent bis schmal wie eine Nadel, herzförmig oder kreisrund. Auch gibt es erhebliche Längenunterschiede der Blätter von 1cm bis zu 50cm. Die sukkulenten Hoyas, die mit den dicken Blättern, nutzen die Blätter als Wasserspeicher und sind daher aus trockneren Gebieten. Aber nicht nur die Blattformen, auch die Färbungen und Blattmaserungen machen diese Pflanze zu Schmuckstücken jeder Fensterbank.

 

Die Blüten

Es gibt bei den Hoyas Sonnen- und Schattenarten. Jede Hoya braucht aber 12 Stunden Licht (d.h. nicht pralle Sonne) für die Blütenbildung. Die Hoyablüten scheinen wie aus Wachs oder Porzellan gemacht, daher die treffenden deutschen Namen Wachs- oder Porzellanblume. Sie können von 2mm bis zu 8cm pro Einzelblüte groß werden und bilden je nach Sorte kugelrunde Dolden oder auch flachgewölbte Blütenschirme mit 2 bis zu 70 Blüten. Sie gibt es stehend und hängend, manche Sorten bilden auch nur Einzelblüten. Ihre Farben sind weiß, rosa, pink bis dunkelrot sowie Brauntöne, gelb oder grün. Blaublühende Hoyas sind nicht bekannt. Es gibt sehr unterschiedliche Blütentypen, von sternförmig bis zur Unkenntlichkeit der Einzelblättchen nach hinten gebogener Corolla (Kronblätter). Diese können zudem glockenförmig zusammen gewachsen sein. Die meist andersfarbige Blütenmitte ist die Corona. Alle sehr exotisch! Speziell bei den Hoyablüten ist der mitunter starke Nektarfluss und der je nach Sorte leichte bis aufdringliche Duft. Er ist am intensivsten am Abend, von zart bis "gewöhnungsbedürftig".

 

Zur Pflege

Hoyas lieben "Regengüsse"! Nun, im Wohnzimmer werden wir dies eher mit einer allzeit bereiten Sprühflasche mit zimmerwarmen Wasser erfüllen können. Das Substrat soll durchlässig sein. Kokosfasern, Erde mit Perlit oder auch Orchideenerde sowie Seramis sind hier eine gute Wahl. Als Dünger hat sich normaler Blühpflanzendünger bewährt. Lassen Sie Hoyatöpfe erst gut durchwurzeln, bevor umgetopft wird. Hoyas brauchen und mögen keine zu große Töpfe mit viel Substrat. Rankelnde Hoyas brauchen eine Kletterhilfe oder sollten (hübscher) hängend vom Schrank oder in einer Blumenampel kultiviert werden.
Jetzt das Wichtigste: WENIG gießen! Nur bis das Wasser unten austritt. Das geht schnell, das Sustrat ist ja sehr durchlässig. Nicht im Wasser stehen lassen! Vor dem nächsten Wassergeben gut abtrocknen (Fingerprobe) lassen, lieber öfter besprühen. Auch ein Tauchbad ist willkommen. Hoyawurzeln, aber das ist bei anderen Pflanzen nicht anders, faulen, wenn sie zu nass stehen. Fahren Sie 2 oder 3 Wochen in den Urlaub, Ihre Hoya wird es nicht übel nehmen. Einen Pflanzensitter, der zuviel gießt, schon! Hier ist weniger wirklich mehr!

 

Manche Hoyas sind empfänglich für Schädlinge, zumeist Wollläuse. Keine Panik, mit Niemöl (bieten wir fertig gemixt an) oder auch mit Spiritus und Wattestäbchen kann man den Tierchen den Garaus machen, natürlich am Besten BEVOR die Pflanzen sichbaren Schaden nehmen. Kontrolle und konsequentes Behandeln sollten bald Erfolge sehen lassen.

 

Dies sollte zur Haltung und Pflege unserer Hoyas genügen und Pflanzenliebhaber sowie Hoyaanfänger haben nun ein gutes Basiswissen zur Pflege ihrer Lieblingshoya. Happy growing!

 

Für Spezialisten seltener Sorten und Sammler nach Herkunftsländern bietet sich für tiefer gehende Informationen das englischsprachige Internet.

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